Wir sind die Plattform der Selbstvertretung wohnungsloser und ehemals wohnungsloser Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben. Wir engagieren uns für eine bessere Welt, die Überwindung von Armut, Ausgrenzung, Missbrauch, Entrechtung und Wohnungslosigkeit sowie für die Verbesserung konkreter Lebenssituationen: Alles verändert sich, wenn wir es verändern!

Wir sind unterschiedlich und vielfältig. Wir sind Gruppen, Vereine, Einzelpersonen, Projekte, Initiativen, Unterstützende und Gleichgesinnte. Wir vernetzen uns und arbeiten auf Basis selbstbestimmter Regeln zusammen.

Wir, das sind (unter anderem, ohne Anspruch auf Vollständigkeit): - ACHTUNG: DIESE SEITE IST IM AUFBAU -

Eine Bank ist kein ZuhauseIm Vorfeld des Wohnungslosentreffens in Freistatt stand für mich die Überlegung ob ich überhaupt daran teilnehmen soll. Deshalb habe ich mich auch so spät angemeldet. Dafür gab es verschiedene Gründe:
· Ich bin in Baden-Württemberg mit der Arbeit der Landesarmutskonferenz sehr gut beschäftigt
· Auf der Homepage des Wohnungslosentreffens war bis zum Start der Anmeldung (01. Juni) noch kein Programm veröffentlicht.

Ich meldete mich trotzdem an und habe es nicht bereut. Wenige Tage zuvor war ich noch etwas demotiviert, aber die Vorfreude die Mitstreiter des Armutsnetzwerkes und des Koordinierungsteams wieder zu sehen und die Arbeit im Camp bauten mich wieder auf.

Ich kam am 20.07. hier in Freistatt an und durfte gleich mein Zimmer beziehen. Dies ist für mich nicht selbstverständlich, weil ich von den bundesweiten verschiedenen Tagungen in Hotels und kirchlichen Einrichtungen etwas anderes gewohnt bin. Von daher ein dickes Lob an Monika und ihr Team für die Arbeit im Vorfeld des Treffens.


Am 21.07. war für das Orga-Team ein Erste Hilfe Kurs angesagt. Die Sanitäterin zeigte alle notwendigen Dinge, welche bei der Erstversorgung von verletzten Personen zu beachten sind und ermunterte alle Teilnehmer immer zu helfen – auch dann, wenn man Angst hat etwas falsch zu machen. Sie zeigte sich sehr geduldig bei Teilnehmern die nicht gleich alles auf Anhieb verstanden und erläuterte alle gestellten Fragen. Zum Glück gab es nur wenige Vorfälle bei denen die 12 Teilnehmer Erste Hilfe leisten durften.
Am 23.07. begann das eigentliche Treffen. Janine, Frank, Wiebke und andere vom Orga-Team übernahmen die Anmeldungen, teilten die Programme aus und wiesen alle Teilnehmer darauf hin, dass ein Film- und Presseteam fotografiert, filmt und dokumentiert. Dazu durfte jeder Teilnehmer einen Erklärungsbogen unterschreiben. Auch die Moderatoren wiesen bei der Begrüßung der Teilnehmer noch einmal darauf hin dass sich eine Pressegruppe gebildet hat und fotografieren und filmen. Trotzdem kam es im Nachhinein immer wieder zu Unstimmigkeiten und Missverständnissen seitens der Teilnehmer die sich belästigt fühlten.
Am Abend gab es eine kleine Eröffnungsfeier im Sinnesgarten. Die neu gegründete Trommelgruppe konstituierte sich etwa 1 Stunde vorher zum Üben im „Blauen Salon“. Diese Neugründung merkte man nicht. Es hörte sich so an als würde man schon jahrelang zusammenspielen.
Nach der Begrüßung stellten sich verschiedene Gruppen vor, welche zum Teil aus dem europäischen Ausland kamen: HOPE, die Straßenzeitung Asphalt, das Armutsnetzwerk, die Suchthilfe BKE und die neugegründete Frauengruppe.
Was sich im Nachhinein vielleicht etwas negativ darstellt bzw. nicht beachtet wurde ist die Vorstellung der einzelnen Teilnehmer. Die Gruppen, das Team und deren Zuständigkeiten wurden zwar erläutert und vorgestellt, aber außer den Vornamen der Teilnehmer wusste keiner etwas vom anderen. Deshalb war auch die Mitarbeit in den einzelnen Gruppen etwas erschwert, weil die neuen Mitstreiter nicht wussten in wie weit die Arbeit schon fortgeschritten war und wie sie sich mit ihrem Wissen einbringen konnten.

Auf Grund meiner Mitarbeit im Büro habe ich an den im Programm stehenden Workshops nicht teilgenommen. Von daher kann ich zu den einzelnen Abläufen nichts sagen. An den drei Workshops, an denen ich teilnahm, (Generalversammlung HOPE, Bedürfnisse von Wohnungslosen) verlief alles diszipliniert. Beim Fachvortrag der Diakonie NRW kam es am Anfang etwas zu Unstimmigkeiten, weil es Strukturprobleme gab. Diese wurden sehr schnell behoben. Ich hätte mir gewünscht, wenn die Referentin Andrea Knoke ihren Vortrag ohne Zwischenfragen der Teilnehmer beendet hätte. Danach hätte eine Diskussion stattfinden können. Teilnehmer, welche Dokumente im Büro ausdrucken wollten oder Fragen und Anliegen hatten, zeigten sich mir gegenüber sehr diszipliniert und fielen nicht sofort in Hektik wenn es etwas länger dauerte bis sie dran kamen.

Ein großes Lob auch an das Team der Essensausgabe. Sowohl zum Frühstück und Abendessen als auch zum Mittagessen war für alle 120 – 150 Teilnehmer immer genügend da. Keiner ist verhungert.

Mein Gesamtfazit des Treffens:
Es war insgesamt ein gelungenes Treffen. Einige Dinge gehören das nächste Mal verbessert, aber bis auf wenige Ausnahmen lief alles geordnet und diszipliniert ab. Ein großes Lob an alle Teilnehmer.

Zum Schluss meiner Stellungnahme möchte ich allen Mitstreitern vom gesamten Orga-Team für die gute Zusammenarbeit während des Wohnungslosentreffens danken. Ein herzliches Dankeschön an alle für den wunderschönen Blumenstrauß als Ausdruck der Wertschätzung meiner Arbeit. Damit habt ihr mich total überrascht. Ich werde im nächsten Jahr wieder daran teilnehmen.
Ein herzliches Dankeschön möchte ich auch an Stefan, Frank, Janina und Wiebke richten. Sie ermöglichten mir über das Sommercamp hinaus noch an den verschiedenen Auswertungsgesprächen teilzunehmen. Auch das ist nicht selbstverständlich.

Corinna

Kontakt: corinna_lenhart [at] yahoo.de

 

Die Frauengruppe besteht aus ca. 25 wohnungslosen Frauen aus Deutschland und Europa und hat sich auf dem Wohnungslosentreffen im Juli 2017 gegründet. Frauen und Kinder sind besonders von Not, Elend und Gewalt betroffen. Frauen, die ohne Wohnung sind, werden sehr oft angemacht und unfreundlich angesprochen, meist schlafen sie am Tag und sind in der Nacht unterwegs. Frauen sind meist Einzelgängerinnen, sie neigen dazu ihre Not zu vertuschen, suchen vielfach Unterschlupf bei Männern, welche ihre Not ausnutzen. Sie leben in verdeckter Wohnungslosigkeit. Die Dunkelziffer ist sehr hoch, eine offizielle Statistik gibt es nicht.

Um auf diese Probleme aufmerksam zu machen wurde die Aktion „Keine Frau, kein Kind, keine Senioren müssen auf der Straße leben“ gestartet. Dazu wurden Plakate gedruckt und Unterschriften gesammelt. Am 21.12.17 wurden bundesweit Infostände aufgestellt und die Bevölkerung darüber informiert was es heißt auf der Straße zu leben. 18 Städte haben sich beteiligt.

Die Frauengruppe will den 21.12. als „Tag der wohnungslosen Frauen“ bei der UNO anerkennen lassen.

Die Frauengruppe wird koordiniert von Hilde Rektorschek (Marburg), Gründerin der Kulturloge

Tag der wohnungslosen Frauen

Marcus Hannover2018Hallo Ihr lieben Leser und Leserinnen!!

Meine Name ist Marcus Rudolph und ich komme aus Hannover. Ihr fragt Euch, warum ich hier auf der Homepage mich vorstelle. Ganz einfach: Ich möchte mich mal vorstellen.

Also mein Name ist Marcus Rudolph und ich bin seit dem 28.03.2005 wohnungslos.

Warum bin ich das? Ganz einfach: Ich habe auf andere Leute gehört und denn flog ich aus der Wohnung raus und bin dann in eine Unterkunft der Wohnungslosenhilfe rein gezogen und dort wohne ich ja sehr lange.

Wo findest Du mich denn: Das ist eine schwere Frage, aber eine gute! Wo findet man mich? Bei dem Heim, wo ich wohne und im Radio und zwar in Hannover bei Radio Leinehertz oder in Bremen bei Radio Weser TV und ab und zu bin ich im Freistatt und mache dort was. Und zwar Radiobeiträge für das Wohnungslosentreffen.

Wenn Du Kontakt haben willst, dann schreibe einfach an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder rufe mich an unter der Mobilfunknummer 0176 – 53 43 05 69.

Schönen Dank fürs Lesen,
Euer Marcus

Selbstvorstellung

Nobert Edewecht 2018Ich habe 20 Jahre meines Lebens als Obdachloser auf der Straße verbracht. Ich war in ganz Deutschland und Europa, zum Beispiel in Frankreich, Spanien, Schweiz, Portugal, Österreich unterwegs. Puh, waren die Alpen schwer, immer nur bergauf bergab. In Koblenz kaufte ich mir ein Fahrrad, denn ich dachte irgendwie geht es leichter. Zum Schluss war ich in Mainz in der Übernachtungsstelle.

Dort sprach ich mit einem Berber (in Obdachlosensprache Obdachloser), er wollte nach Leer Ostfriesland wo er dort in die Obdachlosenunterkunft wollte ich fragte wollen wir zusammen dort hin? Ich fuhr mit Ihm dem Wasser entgegen das war eine Fahrt, denn ich hatte mein Fahrrad dabei mit dem Schöne Wochenende Ticket aber wir kamen dort an nach einer Woche fuhr ich dann über Aurich nach Emden. Wo kann ich die Nacht schlafen? Ein Taxifahrer sagte mir das es eine Übernachtungsstelle am Hafen gab. Er beschrieb mir dann den Weg dort hin. Ich kam in der Übernachtung an. Schlafen das war mein erster Gedanke zu Essen hatte ich mir in der City besorgt. Die Leute vom Tagesaufenthalt kümmerten sich um mich Wäsche waschen Duschen, In Emden gab es den Tagessatz 7 Tage sie waren vorbei,

Ich ging zur Wohnungslosenhilfe und machte in Emden fest, denn meine Beine machten nicht mehr so mit wie ich wollte. Dann lernte ich einen jungen Obdachlosen kennen, er sagte zu mir du bleibst nicht lange alleine Er hatte eine Freundin und die beiden verkuppelten mich mit der Mutter dann war es mit dem Straßenleben vorbei.

Seit November 1998 lebe ich in stabilen Verhältnissen in einem Haus und engagiere sich in verschiedenen Projekten, ua beim Armutsnetzwerk und beim Wohnungslosentreffen (Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser).

Rucksack-Projekt

RucksackEs ist mir ein wichtiges Anliegen, anderen Menschen und insbesondere an den Schulen über meine eigenen Erfahrungen zu berichten.

Dazu habe ich ein Rucksack-Schul-Projekt entwickelt. Mit Hilfe eines Rucksacks, der ähnlich dem Rucksack ist, mit dem ich selbst jahrelang unterwegs war, kann ich sehr anschaulich erklären, wie ich damals zurecht gekommen bin und wie ich mein Leben organisiert habe. Der Rucksack ist ein prima Instrument, um mit Schülern verschiedener Altersstufen für Fragen rund um Obdachlosigkeit und Leben und Überleben auf der Straße ins Gespräch zu kommen.

Werbevideo

Hier stellt Norbert sein Rucksackprojekt vor.

 

Kontakt

Norbert Brandt,
Hauptstraße 26
26188 Edewecht,
Tel: 0176 - 5 111 56 30,

email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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