Niedersaechsischer Landtag - Quelle WikiCommons, Foto von RaBoe, Details siehe Beitrag EndeDie Präsidentin des Niedersächsischen Landtages - Landtagsverwaltung -
s. anl. Verteiler

Bearbeitet von: Herr Horn
E-Mail: norbert.horn at lt.niedersachsen dot de*
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Hannover, den 4. Juni 2018
Schriftliche Stellungnahme anlässlich der parlamentarischen Beratung des
Antrages der Fraktionen der SPD und der CDU in der Drs. 18/845;
dazu: Änderungsvorschlag der Fraktion der FDP - Vorlage 1

Sehr geehrte Damen und Herren,


der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Niedersächsischen Landtages berät zurzeit den o. g. Entschließungsantrag der Fraktionen der SPD und der CDU in der Drs. 18/845 sowie den dazu bereits vorliegenden Änderungsvorschlag der Fraktion der FDP (Vorlage 1).

Bevor der Ausschuss hierzu gegenüber dem Landtag eine Beschlussempfehlung abgibt, würde er es begrüßen, wenn Sie aus Ihrer Sicht zu diesem Entschließungsantrag sowie der Vorlage 1 eine schriftliche Stellungnahme abgeben könnten.

Die Ausschussmitglieder beabsichtigen, ihre Beratungen Mitte August 2018 fortzusetzen und wären dankbar, wenn Sie Ihre Stellungnahme der Landtagsverwaltung bis zum 31. Juli 2018 möglichst elektronisch (norberthorn at tl.niedersachsen dot de) zuleiten könnten.

Da die Beratungen der Landtagsausschüsse in öffentlichen Sitzungen stattfinden, ist nicht auszuschließen, dass sich Medienvertreterinnen oder -vertreter und Bürgerinnen oder Bürger für Ihre schriftliche Stellungnahme interessieren. Sollte ich von Ihnen keine andere Nachricht erhalten, gehe ich davon aus, dass Sie mit einer Weitergabe Ihrer Stellungnahme an ggf. interessierte Dritte einverstanden sind.

Zu Ihrer Unterrichtung habe ich eine Ablichtung der Drucksache 18/845 sowie der Vorlage 1 beigefügt.

Im Namen der Mitglieder des Ausschusses danke ich Ihnen bereits jetzt für Ihre Bemühungen.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage

Horn

Niedersächsischer Landtag - Drucksache 18/00845 Hilfe fuer wohnungslose Menschen.pdf

Abbildung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hannover_-neuer_Nieders%C3%A4chsischer_Landtag-_2018_by-RaBoe_16.jpg

Fotograf: RaBoe

Wohnungslosentreffen 2018 in Freistatt geht ins dritte Jahr

2018.05.23pressegespraech foto gerhard zamzowAller guten Dinge sind drei. Vom 22. - 29. Juli 2018 findet das dritte bundesweite Wohnungslosentreffen in Freistatt (Bethel im Norden) statt. Zwar hat es in der Vergangenheit schon einige Versuche gegeben, wohnungslose Menschen zusammen zu bringen, aber diese Initiative, zu der sich unterschiedlich Betroffene zusammen gefunden haben und die von der „Aktion Mensch“ finanziell unterstützt wird, hat sich bisher als nachhaltig erwiesen.

So stellte die Organisationsgruppe in diesen Tagen das diesjährige Programm im Haus „Wegwende“ in Freistatt an einem historisch Ort vor, denn dieses Haus war 1927 als Erziehungsheim für renitente männliche Jugendliche eröffnet worden. (Der Film „Freistatt“ beleuchtet diese negative Seite der Heimerziehung anschaulich.)

Unter dem Slogan „Dran bleiben, dazu kommen, weiter machen, ausbauen!“ hat das Organisationsteam ein vielfältiges Programm für dieses Jahrestreffen zusammengestellt. Dr Stefan Schneider, der Koordinator dieses Projektes, konnte unterschiedlich Betroffene zu der Vorstellung des Programms begrüßen: Jürgen Schneider vom Armutsnetzwerk, der seit vielen Jahren auf der Straße lebt, Uwe Eger aus Lüneburg und Ilse Kramer aus Köln sowie der Leiter der Wohnungslosenhilfe in Freistatt, Frank Kruse, die jeweils Projekt und Programm des Wohnungslosencamps aus ihrer Sicht kommentierten.

Jürgen Schneider kritisierte in seinem Statement, daß noch viel zu häufig die Vertreter der „sozialen Arbeit“ darüber entschieden, was für Wohnungslose gut sei. Dem wirke das Camp mit seinem Ansatz, die Interessen der Betroffenen klar zu formulieren, entgegen.

Uwe Eger, der seit dem ersten Wohnungslosentreffen 2016 in Freistatt dabei ist, bereist gegenwärtig Wohnungsloseneinrichtungen in der ganzen Bundesrepublik, um Betroffene direkt anzusprechen und persönlich über das Wohnungslosentreffen zu informieren. Er berichtete, daß es oft schwer sei, Menschen zu erreichen, die mit ihrem Kampf ums Überleben auf der Straße, ihren Problemen und oft auch ihren Süchten mehr als überfordert sind. - Immer dabei ist sein Hund.

Ilse Kramer, die im letzten Jahr an der Gründung einer Frauengruppe beteiligt war und in Köln in der Initiative „Bauen, Wohnen Arbeiten e.V.“ mitarbeitet, stellte kurz das selbstverwaltete Projekt in Köln-Ossendorf vor und berichtete von den Aktivitäten der Frauengruppe, die seit 2017 die Öffentlichkeit über die besondere Situation wohnungsloser Frauen aufzuklären versucht. Bei einigen Stadtverwaltungen und sozialen Trägern habe man erreicht, daß der 21. Dezember als „Tag der wohnungslosen Frauen“ bekannter werde. Die Gruppe der wohnungslosen Frauen habe in den letzten Jahren stark zugenommen und nicht immer gäbe es geeignete Hilfsangebote für diese Gruppe.

Frank Kruse, Leiter der Wohnungslosenhilfe von Bethel im Norden, der sich seit Jahren zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen für das Gelingen des Wohnungslosentreffens engagiert hat, gab einen kurzen Rückblick auf frühere Versuche, Obdachlose in Treffen zusammen zu bringen, und kündigte an, dass das Treffen 2019 in Herzogsägmühle, einer diakonischen Einrichtung in Oberbayern, stattfinden werde, wenn der Förderantrag für dieses Treffen genehmigt werde. Frank Kruse machte deutlich, daß es nur wenige Einrichtungen gäbe, die den großen logistischen Aufwand eines solchen Treffens bewältigen könne. Ein großes Team an Helfern trage jedes Jahr dazu bei, daß die Voraussetzungen in Freistatt geschaffen werden. Die Kapazität in dem geschmackvoll gestalteten Umfeld des Hauses „Wegwende“ in Freistatt liege bei etwa 120 Teilnehmer_innen.

Dr. Stefan Schneider (Berlin), der seit drei Jahren das Wohnungslosentreffen koordiniert, erläuterte mit Blick auf das umfangreiche Programm, daß in diesem Jahr bereits Mitarbeiter aus Bayern in die Programmangebote und in die Organisation eingebunden werden. Er machte auch klar, in wie weit man aus den Erfahrungen der letzten beiden Jahre gelernt habe und genügend Möglichkeiten der Rückkopplung zwischen den Beteiligten und den Organisatoren eingebaut habe. Denn im letzten Jahr hatte es am dritten Tag des Camps so etwas wie einen kleinen Aufstand gegeben, weil einige Teilnehmer mit dem Fortgang der inhaltlichen Arbeit nicht einverstanden waren. Man wolle keinen bevormunden, aber trotzdem zu einer Verstetigung der Arbeit kommen, um die komplexe Problematik der Wohnungslosigkeit („Obdachlose haben keine Lobby“) in die Öffentlichkeit tragen.

Dazu möchte auch Richard Brox (Mannheim) beitragen. Leider hatte er es zum Vorstellungstermin des neuen Programms nicht bis Freistatt geschafft (was eigentlich geplant war). In den Medien wird er gelegentlich als der prominentester Obdachlose der Republik bezeichnet, denn sein Buch „Kein Dach über dem Leben“ ist seit letztem Dezember zu einem Bestseller geworden. Er ist auch durch seine Zusammenarbeit mit Günter Wallraff in den Medien bekannt. Während des Camps wird er über seine Erfahrungen als „Prominenter“ in der Mediengesellschaft berichten.

Daß es nicht einfach ist, Betroffene zu motivieren, über ihre Lebenswelt zu sprechen und zu gemeinsamen Handeln zu kommen, wurde in fast allen Beiträgen deutlich. Trotzdem ist mit dem Wohnungslosencamp dank der Unterstützung durch die „Aktion Mensch“ im Zusammenwirken von Betroffenen und der Unterstützung der Diakonie in Freistatt eine Institution entstanden, die schon jetzt weit über den lokalen Rahmen hinaus wirkt.

Gerhard Zamzow

Abbildung: Im „Sinnesgarten“ in Freistatt das Vorbereitungsteam des Wohnungslosencamp 2018: Dr. Stefan Schneider (Berlin), Ilse Kramer (Köln), Jürgen Schneider, Frank Kruse (Freistatt), Uwe Eger (Lüneburg). Foto: Gerhard Zamzow

weitere Berichte:

Freistätter Online Zeitung https://wohnungslos.info/2018/05/pressekonferenz-zum-wohnungslosentreffen/

Sulinger Kreiszeitung: https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/kirchdorf-ort120456/wohnungslosentreffen-2018-freistatt-gange-9900087.html

 

Entwurf: Struktur Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser
- prüfen, korrigieren, ergänzen vervollständigen -

Einreicher: Jürgen Schneider und Stefan Schneider, Stand 27.02.2018
2. Beratung:     Koordinierungstreffen 01.-04.03.2018, Freistatt
3. Beratung
& ggf. Beschlussfassung:     Vollversammlung Wohnungslosentreffen / Sommercamp 2018

1. Leitbild und Gründsätze

  1. Die Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser ist eine Plattform wohnungsloser und ehemals wohnungsloser Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben. Sie engagiert sich für eine bessere Welt, die Überwindung von Armut, Ausgrenzung, Missbrauch, Entrechtung und Wohnungslosigkeit sowie für die Verbesserung konkreter Lebenssituationen. Sie hat sich das Motto gegeben: „Alles verändert sich, wenn wir es verändern!“
  2. Die Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser ist unterschiedlich und vielfältig. Sie besteht aus Gruppen, Vereinen, Einzelpersonen, Projekte, Initiativen, Unterstützende und Gleichgesinnte und will diese miteinander vernetzen. Sie arbeitet auf der Basis selbstbestimmter Regeln zusammen.
  3. Die Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser folgt der Überzeugung: Armut kennt keine Grenzen! Die Selbstvertretung ist offen für junge und alte Menschen, für alle Geschlechter, für Menschen mit  und ohne Behinderung, für Menschen jedweder Herkunft.
  4. Die Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser besteht aus
    - der Vollversammlung, die nach Möglichkeit jährlich stattfinden soll
    - den Koordinierungstreffen,
    - der Geschäftsstelle.

2. Vollversammlung

  1. Die Vollversammlung findet (nach Möglichkeit jährlich) in Form eines Wohnungslosentreffens bzw. eines Sommercamps statt.
  2. Die Vollversammlung ist zahlenmässig durch das jeweils zur Verfügung stehende Budget bzw. durch die Kapazitäten des Veranstaltungsortes begrenzt. Innerhalb dieses Rahmens sollen genügend Plätze für neue Teilnehmende und spontane Anmeldungen reserviert bleiben.
  3. Auf der Vollversammlung muss hinreichend Zeit zum Kennenlernen, Austausch, zum gegenseitigesn Informieren, Entwicklung von Positionen gegeben sein.
  4. Die Vollversammlung verabschiedet zu allen Fragen Grundsatzpositionen, Stellungnahmen, und Resolutionen.
  5. Die Vollversammlung tagt grundsätzlich im Plenum. Das Plenum wird (nach Möglichkeit extern) moderiert.
  6. Die Vollversammlung tagt grundsätzlich öffentlich.
  7. Die Vollversammlung entwickelt eine Charta. Die Charta beschreibt die Grundlagen der gemeinsamen Zusammenarbeit und beschreibt, wer dazu gehört, wer nicht dazu gehört und beschreibt Grundsätze Verhalten, Respekt, Verbindlichkeit (10 Goldene Prinzipien – wie gehen wir miteinander um). Aber das reicht noch nicht.
  8. Die Vollversammlung muss Aktionen, Projekte und Kampagnen anregen.
  9. Die Vollversammlung kann Arbeitsgruppen aller Art einsetzen, das können z.B. Gruppen für zeitlich begrenzte Projekte sein, aber auch Fachgruppen (z.B. Recht, Öffentlichkeitsarbeit, Politik, Vernetzungstechnik, Bauen und Wohnen)
  10. Die Vollversammlung kann Menschen aus ihrer Mitte mit konkreten Aufgaben beauftragen.
    Aufgaben können sein: Ansprechpartner für Anfragen von Aussen,
  11. Die Vollversammlung endet mit einem gemeinsamen Ergebnisprotokoll. Das gemeinsame Ergebnisprotokoll wird in einer offenen Arbeitsgruppe vorbereitet und vom Pĺenum verabschiedet.

3. Koordinierungstreffen

Hier ist noch gar nichts ….

4. Geschäftstelle

  1. Es gibt eine Geschäftsstelle. 
  2. (Die Geschäftsstelle besteht im Moment aus Jürgen, Frank, Stefan, Janine)
  3. Die Geschäftsstelle wird von der Vollversammlung beauftragt.
  4. Die Geschäftsstelle muss der Vollversammlung über ihre Arbeit Bericht erstatten.
  5. Die Geschäftsstelle gewährleistet den organisatorischen Rahmen der Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser.
  6. Die Geschäftsstelle der Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser benötigt eine (öffentliche) Finanzierung. Die Finanzierung muss mindestens abdecken:
    - die jährlichen Wohnungslosentreffen/ Sommercamps
    - die Koordinierungstreffen im Frühjahr und Herbst
    - ggf. die Arbeitsgruppentreffen
    - die Arbeit der Geschäftsstelle selbst
    - alle weiteren Sach- und Honorarkosten
  7. Zur Beantragung von Fördermitteln bedarf es einer gemeinnützigen (Förder-)körperschaft (zur Zeit geschieht dies über die Stiftung Bethel)

5. Berichts- und Informationsstrukturen

Zu klären: Wer berichtet an wen und wie wird es verteilt und veröffentlicht?
Soll in der Gruppe erarbeitet werden

1. Teilnehmende

Anwesend waren 34 Teilnehmende und 1 Hund.
Angela, Wilhelmshaven; Bernd, Nordhorn; Burkhard, Hannover; Christine, Frankfurt; Corinna, Pforzheim; Daniel, Freistatt; Dirk, Freistatt; Hasso, Hannover; Hanne-Lore, Lüneburg; Harald, Aalborg DK; Hari, Freistatt; Hwayda & Peter, Altenkirchen; Ilse, Köln; Janina, Berlin; Jens, Freistatt; Jürgen, ANW, Karsten, Mainz; Marcus, Hannover, Markus, Frankfurt, Markus, Neumünster; Micha, Waldbröl; Michael, Berlin; Mike, Waldbröl, Mirco, Frankfurt, Norbert, Edewecht; Regina, Wien; Timo, Freistatt; Uwe, Lüneburg; Werner, Berlin sowie Hund Arco
sowie als Unterstützende: Frank & Janine, Freistatt, Stefan, Berlin

Gäste: Johanna Tschautscher, Linz

Entschuldigt: André, Hamburg; Andreas, Wien; Alexandra, Frankfurt; Annette, Hannover; Olaf, Berlin, Susi, Nürnberg

2. Kälte-Aufruf

Angesicht der gegenwärtigen Kälte mit Minustemperaturen regt Jürgen (ANW) an, einen Kälte-Aufruf zu formulieren und zu verbreiten. Der Aufruf wird gemeinschaftlich erarbeitet und noch in der Nacht vom 01. auf den 02.03.2018 verbreitet. (Siehe Anlage 1 Aktuelle Kälte ist lebensgefährlich für obdachlose Menschen - ein Aufruf zur HilfeAktuelle Kälte ist lebensgefährlich für obdachlose Menschen - ein Aufruf zur Hilfe)

3. Gespräch über Vereins-Struktur und Vereinsgründung

Das Thema Vereinsgründung zwecks Geldbeschaffung für die Weiterführung des Projekt Wohnungslosentreffen wird diskutiert. Es gibt einen ersten Entwurf einer Satzung, aber noch eine Reihe offener Fragen:

  • Verhältnis von wohnungslosen und ehemals wohnungslosen Mitgliedern zu anderen Mitgliedern (z.B. nicht-wohnungsloser, Förderer, Institutionen)
  • Machtfragen und Haftungsfragen
  • wie gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen Selbstvertretung Wohnungsloser (Vollversammlung) und Verein
  • passives und aktives Stimmrecht
  • Zusammensetzung des Vorstands
  • Verhältnis von Verein, Vorstand und Geschäftsstelle

Die Gruppe war sich weitgehend einig, sich mehr Zeit für eine Gründung zu nehmen und die einzelnen Fragen schrittweise anzugehen und ggf. (Rechts-)Beratung von Experten dazu einzuholen und auch Vertreter potentieller Förderer einzubeziehen.
Nach Möglichkeit soll noch vor dem Wohnungslosentreffen 2018 eine Schulung zu diesen Fragen organisiert werden.
Das bedeutet aber, dass die Stiftung Bethel (und evtl. Diakonie Oberbayern - Herzogsägmühle) als Veranstalter 2019 weiter mit Aufgaben der Geldbeschaffung und Organisation übergangsweise betraut sein werden und einen entsprechenden Auftrag brauchen.

 4. Informationsaustausch der Teilnehmenden

Die Teilnehmenden berichten wie folgt:

  • Jürgen, ANW: Schon jetzt eine sehr große Resonanz auf den gestern erarbeiteten Kälte-Aufruf, wird intensiv weiter verbreitet
  • Hwayda, Altenkirchen: Bietet an, auf dem Wohnungslosentreffen 2018 kostenlos Haare zu schneiden. Bedarf ist vorhanden.
  • Burkhardt, Hannover: Braucht Unterstützung im Zurechtkommen mit Smartphone und Handy. Das könnte auch ein Kurs auf dem Wohnungslosentreffen 2018 sein
  • Ilse, Köln: Bringt zum Wohnungslosentreffen 2018 eine Physiotherapeutin evtl. mit.
    Vom 23.-27. Mai 2018 ist in Köln eine Dauermahnwache unter dem Titel „Soziale Kampfbaustelle“ gegen alles geplant. Wir wollen das weiter verbreiten und zur Teilnahme aufrufen.
  • Timo, Freistatt: Ist in Ausbildung. Kann den Fahrdienst zum Wohnungslosentreffen nur am Wochenende übernehmen.
  • Werner, Berlin: Ist gesundheitlich etwas angeschlagen. Möchte das Thema Stadtguide weiter verfolgen. Stefan bietet an, dazu ein Werbevideo zu drehen.
  • Angela, Wilhelmshaven: Vom SOS-Kinderdorf in Wilhelmshaven können wir lernen, dass sie zu einer digitalen Unterschriftensammlung aufrufen. Angela hat das know-how, ihr fehlt allerdings die Technik. Digitale Unterschriftensammlung sollten wir als Kompetenz im Wohnungslosentreffen auch starten können. Daniel kennt sich damit auch aus. Eine Anwendung wäre der Tag der obdachlosen Frau am 21.12. ein jeden Jahres. Angela, Daniel und Stefan treffen sich zu einem Umsetzungstermin.
  • Corinna, Pforzheim: Ordnungsrechtlich untergebrachte Menschen in Offenburg werden entmietet und müssen sich eine eigene Wohnung suchen und verlieren, sobald sie in eine eigene Wohnung einziehen, den Leistungsbezug. Corinna schickt die Meldung und das wird über die Webseite Wohnungslosentreffen verbreitet.
  • Norbert, Edewecht: Stellt sein Rucksackprojekt vor und hat Angela dafür als Mitstreiterin gewonnen. Es gibt schon erste Termine im April.
  • Hari, Freistatt: In den Medien wird über wohnungslose Menschen klischeebehaftet berichtet, Wohnungslose werden als Alkoholiker dargestellt. Hier müssen die Medien in die Verantwortung genommen werden, diskriminierende Darstellungen verstoßen gegen Menschenrechte
  • Mike, Waldbröl: Zieht um nach Edewecht.
  • Micha, Waldbröl: Im Mai 2018 feiert die Diakonie Oberberg ihr Sommerfest. Teilnehmende vom Wohnungslosentreffen sind eingeladen, eine Übernachtung könnte organisiert werden. Micha gibt den konkreten Termin noch bekannt.
  • Michael, Berlin: Auswertungs- und Nachbereitungstreffen des Treffens der Menschen mit Armutserfahrungen für den 17. und 18. April 2018 in Berlin geplant. Chancen zur Einbeziehung der Leute für die Vorbereitung des kommenden Treffens der Menschen mit Armutserfahrungen. Von uns mit dabei: Ilse, Köln; Angela, Wilhelmhaven; Werner, Berlin; Dirk, Freistatt, Michael, Berlin. Hier in Freistatt Gelegenheit zur Verständigung nutzen.
    EMIN - Quer durch Europa-Busprojekt mit Stationen in Dortmund und Erfurt (28.05.-01.06.). Koordination in Dortmund durch Michaela Hofmann sowie DGB als Gesamtkoordinator in Deutschland. Armutsnetzwerk will sich daran in Erfurt beteiligen.
  • Uwe, Lüneburg. War viel in Deutschland unterwegs. Schockierend das schlechte Bild der Selbstvertretung Wohnungsloser bei wohnungslosen Menschen auf der Straße. Mehr Informationen; zum Beispiel eine Broschüre
  • Hanne – Lore, Lüneburg: Basisarbeit ist wichtig. Alle Menschen sind Einzelstücke. Zugänge sollten eröffnet werden, keine Gängelung.
  • Daniel, Freistatt. Erfahrungen bei Hinz & Kunzt mit Strassenzeitungen, sowie Erfahrungen mit Online-Petitionen, Smartphones. Könnte sein Wissen weiter geben. Darüber hinaus Forderung in Hamburg: Öffnung der Notübernachtungen tagsüber, große Unterschriftensammlung.
  • Marcus, Hannover: Augenhöhe herstellen ist extrem wichtig, Menschen mit einbeziehen, zum Beispiel in seinem Radioprojekt
  • Markus, Neumünster: Mit Obdachlosen wird etwas gemacht, ein negatives Beispiel ist die Kampagne der Diakonie: „Unerhört, diese Obdachlosen“ von Präsident Lilie. Große Sozialkonzerne sind betriebsblind, es geht darum, dass Menschen von der Straße selbst aktiv werden
  • Stefan, Berlin: Der Besuch in Herzogsägmühle war sehr informativ, das Wohnungslosentreffen 2019 in einer anderen Region wird eine große positive Herausforderung.
  • Bernd, Nordhorn: Die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe arbeiten langsam, sind oft schlecht informiert, die Leute kommen statt dessen zu ihm.
  • Dirk, Freistatt: Am 10./11. 03. 2018 gibt es in Bremen die Messe Draussen und dort einen Stand der Selbstvertretung Wohnungsloser, organisiert von der Freistätter Online Zeitung. Verstärkung ist gewünscht: Es melden sich: Norbert, Edewecht, Marcus, Hannover, Daniel, Freistatt, Bernd, Nordhorn, Uwe, Lüneburg. Timo koordiniert die Anwesenheitszeiten am WE.
  • Janine, Freistatt: Sie hat den Besuch in Herzogsägmühle sehr positiv erlebt, die Menschen sind sehr offen, das bietet viele Möglichkeiten.
  • Regina, Wien: Es gibt in Wien sehr viele Aktivitäten, allerdings werden mehr Informationen benötigt, da der email-Zugang sehr umständlich ist. Flyer werden benötigt. Norbert will sich mit anderen darum kömmern.
  • Harald, Aalborg: Durch Krankheit blieb viel Arbeit liegen, allerdings gibt es neuen Input auf der Hope-Webseite und auf der Facebook – Seite. Hat Kontakt zu Menschen aus der Slowakei, die zum Wohnungslosentreffen kommen könnten.
  • Hasso: Berichtet über die zwangsweise Unterbringung von wohnungslosen in Belgien. Menschen werden in aufgegriffen, ärztlich untersucht und in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe gegen ihren Willen über Nacht verbracht (NDR-Beitrag). Wir wollen nach recherchieren und dazu Stellung nehmen.
  • Karsten, Mainz: Projekt „Wohin mit dem wichtigsten Krempel bei Wohnungsverlust?“, schon einen Keller organisiert. Beteiligung von wohnungslosen Menschen an einem Marathon als Unterstützende; Kollegin Nathalie engagiert sich vielfältig für wohnungslose Menschen. Probleme mit dem Zugang zum Internet (Dauernutzer blockieren den Rechner in Bibliotheken).
  • Christine, Frankfurt: Wohnung, Zwangsräumung, Schulden, großer Protest, Anwalt verschleppt Angelegenheit. Will sich einbringen, ist für jedes Projekt zu haben.
  • Mirko, Frankfurt: Gesundheitlich angeschlagen, Erkältung, neue Perspektive, Teestube Jonas muss umziehen und sucht neue Räumlichkeiten.

5. Erwartungen

2018 03 GruppenarbeitAm Freitag Vormittag gibt es Arbeitsgruppen zu den Themen

  • Erwartungen an das Orga-Team
  • Erwartungen an die Gruppe / Teilnehmenden
  • Erwartungen an das Wohnungslosentreffen

Dazu wird gefragt:

  • Welche Erwartungen wurden erfüllt?
  • Welche Erwartungen sind offen?
  • Wo gibt es Unzufriedenheit?

Die Ergebnisse der Gruppenarbeit dazu werden nachgetragen

6. Struktur

Die Teilnehmenden befassen sich mit dem 2. Entwurf zur Struktur der Selbstvertretung Wohnungsloser, erstellt von Jürgen und Stefan (siehe Link). Eine entschiedene Kritik war, dass erneut vieles reglementiert werden soll. In der Diskussion wurde herausgearbeitet, dass eine Entwicklung stattgefunden hat. Das erste Wohnungslosentreffen wurde noch vollkommen vom Orga-Team vorbereitet und organisiert, das zweite schon unter großer Beteiligung der Teilnehmer von den Koordinierungstreffen mit einigen Schwierigkeiten, die Aufgabe des dritten Treffens ist bereits die Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser. Das allein stellt bereits eine erhebliche Weiterentwicklung und Herausforderung dar.
Weitere Verabredungen gab es nicht.

7. Informationen und Dokumentarfilm

Mit einer Fotopräsentation wurden erste Eindrücke aus Herzogsägmühle gezeigt (Lage, Platzansicht, Veranstaltungsort, Zeltplatz) (siehe Instagram)
Der Informationsfilm von Norberts Rucksackprojekt wurde gezeigt (siehe Youtube). Norbert erläuterte seine Vorgehensweise zum Schulprojekt.
Auf Anregung von Markus, Frankfurt kam Johanna Tschautscher aus Linz zu Besuch, stellt sich und ihre Arbeit vor und zeigt Ausschnitte aus ihrem Dokumentarfilm über ein Frauencamp in Kenia über Frauenrechte.
Sie erläuterte ihre Herangehensweise des Beobachtens und im Hintergrund bleibens mit einer grundsätzlichen Offenheit. Auf der anderen Seite ist ihr bewusst, dass die alleinige Anwesenheit einer Kamera schon eine Einflussnahme darstellt.
Hintergrund dieses Besuchs war die Frage, ob Johanna über das Wohnungslosentreffen einen Dokumentarfilm erstellen soll.
In der Debatte am kommenden Tag haben die Teilnehmenden festgelegt, dass Johanna zum Wohnungslosentreffen eingeladen werden soll, um gemeinsam mit der Gruppe einen Dokumentarfilm zu erstellen. Weiter vereinbart wird:
Johanna beobachtet am Montag die Gesamtsituation, macht am Dienstag Aufnahmen mit Einzelnen sowie der Frauengruppe und bietet am Mittwoch einen offenen Workshop an, in dem sie erste Filmsequenzen präsentiert und mit den Beteiligten das weitere Vorgehen bespricht. Ein weiterer Workshop ist für Freitag geplant. Weitere Finanzfragen zu den Produktionskosten müssen noch geklärt werden (Frank, Stefan).

8. Das Wohnungslosentreffen 2018

8.1. Mobilisierung

Zur Mobilisierung sollen folgende Materialien erstellt werden:A5 Broschüre mit 8 Seiten (2 DIN-A

  • 4-Seiten beidseitig bedruckt) in einer Auflage von 2.000 Stück
  • Anzeige für die Strassenzeitungen
  • Plakat für Versand in einer Auflage von 500 Stück

Die Broschüre soll Informationen enthalten über das bisher Geschehene im Projekt, über die Selbstvertr

etung, das Wohnungslosentreffen 2018, einige Fotos sowie Kontaktangaben enthalten sowie eine Kontakt-Postkarte zur Rückmeldung. Das Ziel ist, diese Broschüre interessierten wohnungslosen Menschen persönlich in die Hand zu drücken.

Termine für alles:

  • Fertigstellung Dokumente: 20.04.2018
  • Fertigstellung Druck: 30.04.2018
  • Fertigstellung Versand: 10.05.2018

Verantwortliche Gruppe: Norbert, Edewecht; Regina, Wien; Corinna, Pforzheim, Burkhard, Hannover; Uwe, Lüneburg; Stefan, Berlin.

8.2. Organisatorische Fragen

[Gruppe war: Daniel, Hwayda, Corinna, Hasso, Peter, Regina, Mike, Uwe und Hari]

Für die Organisation des Sommercamps 2018 sind folgende Arbeitsfelder und deren Mitarbeiter gefunden worden:

  • Anmeldung: Frank, Janine und Unterstützer
  • Scouts: Sie sollen die Gäste nach ihrer Anmeldung zu ihren Zelten/Zimmern begleiten und anfallende Fragen beantworten Uwe, Daniel, Micha, Peter, Marcus, Hannover, Ilse, Hanne Lore, Regina, Mike, Hasso
  • Orga – Büro
    - Büro: Corinna - Team muss noch ergänzt werden
    - Fahrdienstkoordination: Jürgen & Peter
    - Fahrer: Jürgen, Peter, Timo, Harald, Hanne-Lore, Stefan usw. nach Liste
    - Abreiseticket: Jürgen & Peter
    - Reisekostenerstattung: noch offen
  • Beschwerdestelle: Holger Blank, bestätigt (soll auf dem Plenum berichten)
  • Küche: Gesamtkoordination:  Catrin
    Unterstützung durch: Ilse, Micha, Hasso, Sisto und Hwayda (Gesundheitszeugnis Voraussetzung)
    Essensausgabe – Spätdienst (21.00 – 23.00 Uhr) Hasso und Micha, Waldbröl – in einer der Hütten.
    Der Getränkekühlschrank kommt ebenfalls in die Hütte
    Technik / Bühne – Technik Workshops (Flipcharts, Schreib-Malgeräte):
    - Mike, Jörn?, weitere Helfer herzlich willkommen
    - kleine Bethel-Bühne gewünscht, die Grüne Bühne macht störende Geräusche
  • Sanitäranlage / Dusche (Schließdienst): Hasso, Hannover, Micha, Waldbröl und Bernd, Nordhorn–
  • Waschmaschine – Regina, Wien
  • Ersthelfer: Rettungsmittel und Koffer kontrollieren und auffüllen. Zuständigke it: Catrin.
    - Alle Ersthelfer von 2017 haben für 2018 zugesagt (Liste siehe Archiv)
  • Betreuung von Hilfsbedürftigen:Bernd, Regina und Hannelore.
    - Bahnhöfe Diepholz und Nienburg wegen Aufzug checken!
  • Zelte: Evtl. 16 Stück werden durch das Torfwerk Dienstags aufgebaut.
    - Rasen wird vorher gemäht.
    - Donnerstag nach dem Camp erfolgt der Abbau, ebenfalls vom Torfwerk.
  • Dokumentation:
    - Keine Veranstaltung beginnt ohne Festlegung von Verantwortlichen für das Protokoll (können auch Fotos sein) Ggf. Protokollbogen einsetzen. - - Der Protokollbogen enthält Thema / Diskusionsstand der Veranstaltung / Vortrag und evtl. Materialbedarf.
    - Die Dokumentation ist nach Möglichkeit unmittelbar nach der Veranstaltung im Orga-Büro abzugeben. Referenten können gefragt werden, ob sie ihre Konzepte zur Verfügung stellen.
  • Übersetzungen: Programmteam muss definieren – was und wann übersetzt werden. Anforderung an das Orga-Team danach formulieren. Hilfe zur Konversation ---wer spricht eine Fremdsprache? - ermitteln.
    Zuständige: Aktuell zuständige Servicelotsen für Auskünfte können erkennbar für die Gäste sein.
  • Taschenlampen: Bei der Anmeldung sollen sog. 1,--€ Taschenlampen zur Wegleuchtung ausgegeben werden.

8.3. Programmstruktur

 Programm-Struktur 2018 - Planung

Wir wollen ein tägliches Plenum nach dem Frühstück ab 09:30 Uhr. Der Vormittag bleibt frei für das Plenum und alle Treffen, die sich vorrangig mit der Selbstvertretung Wohnungsloser befassen.
Motto des Treffens könnte sein: Wir verbessern die Welt – auf dem Weg zu einer Selbstvertretung!
Am Ankunftstag gibt es am Abend eine kurze Begrüssung aller Teilnehmenden sowie einen gemeinsamen Abend am Feuer. Die eigentliche Eröffnung erfolgt am Montag zum ersten Plenum. Wir wollen schon beim Frühstück mit Trommeln und persönlicher Einladung auf der Plenum aufmerksam machen und Menschen mitnehmen. Schwerpunkte sind das Willkommen für die Neueinsteiger, das Kennen lernen, das Vorstellen der bisherigen Erreichte und die bestehenden Gruppen.
Im Verlauf der Woche sollen die Bausteine

  • Gruppen und Beteiligte
  • Ressourcen
  • Botschaften
  • Struktur
  • Arbeits- und Zeitplan

bearbeitet werden.
Das Orga – Team (Frank, Janine, Jürgen, Stefan) und der ggf. dann schon gegründete Verein benötigen von der Versammlung eine Beauftragung zur Weiterarbeit.

Die Programmgruppe, bestehend aus Michael, Berlin; Hanne-Lore, Lüneburg; Jürgen, ANW; Ilse, Köln; Karsten, Mainz; Micha, Waldbröl; Stefan, Berlin; Frank, Freistatt vervollständigt die Programmplanung bis zum spätestens 20.04.2018 fertig, damit es abgestimmt und in die Broschüre und im Internet veröffentlicht werden kann.
(siehe auch Foto-Dokumentation)

9. sonstiges

Gemeinsam erstelltes Ergebnisprotokoll
Freistatt, 03.03.2018

aufgeschrieben von Stefan Schneider

Anlage 1

Aufruf: Aktuelle Kälte ist lebensgefährlich für obdachlose Menschen - ein Aufruf zur Hilfe

Die Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser
- möchte aufmerksam machen auf Menschen, die von der akuten Kältewelle bedroht sind und
- bittet darum, die Mitmenschen, die bedrohter Lage sind zu unterstützen und
- hat ein paar Anregungen erarbeitet, wie das konkret aussehen kann:
Wir brauchen keinen Alkohol & Mitleid. Wir brauchen Schlafsäcke, Zelte, Socken und warme Schuhe!
Etwas Warmes braucht der Mensch.
Obdachlose: Wer im Winter wegschaut lässt sterben!
Handwärmer aus der Apotheke retten Finger & und Körper!
Machen Sie die Augen auf!
Offene Kleiderständer können Wärme spenden!
Menschen sind Menschen: Seht hin, die Kälte kann töten. Bitte helft!
Wenn ich sehe ein Mensch friert wird mir auch eine Möglichkeit einfallen, eine Form von Wärme zu schenken!
Menschen brauchen Wärme!
Helfen - jetzt sofort!
Kälte ohne Hilfe ist Kälte ohne Wärme. Nur Kälte!
Ruft die 112, wenn ihr denkt, dass jemand hilflos ist!
Was hilft direkt? Wärme Suppe Mullbinden Hygieneartikel und die freundliche Nachfrage, ob jemand Hilfe möchte!
Lasst mal eure Hauseingänge aufgeschlossen!

Freistatt, 01.03.2018Aufgeschrieben auf dem Koordinierungstreffen der Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser vom 01.-04.03.2018 in Freistatt, Niedersachen von 30 akut wohnungslosen oder ehemals wohnungslosen Menschen aus Deutschland, Österreich und Kopenhagen und einigen Unterstützenden.
Schreiber: Norbert Brandt, Edewecht & Stefan Schneider, Berlin
siehe auch: https://wohnungslos.info/2018/03/aufruf-der-selbstvertretung-vereinigter-wohnungsloser-zur-winterhilfe/

Anlage 2:

Leserbrief zum Artikel in der Hannoverschen Allgemeinen vom 28.02.2018 zum Thema Obdachlosigkeit: SPD: Kirchen müssen mehr tun
von Werner Franke und Janina Spörecke

Wenn man bei 15 Grad minus draußen ist und wegen der Kälte auch alle öffentlichen Räume zum Energiesparen dichtgemacht wurden, dann ist „aktionistisches Angehen“ für dieses „ temporäre Problem“ das Einzige, was Leben rettet.
Die Folge eines fehlenden Kältebusses kann für die Obdachlosen der Tod sein, während der sozialpolitische Sprecher der SPD Ratsfraktion Hannover die Personalkosten für den Bus fürchtet.
Dass Obdachlose Menschen kein menschliches Recht auf eine Wohnung haben, sondern in einem Sonderghetto Miniappartements bekommen sollen, hilft ihnen vielleicht auf die Beine, grenzt sie aber dauerhaft aus der Gemeinschaft aus.
In einer Massenunterkunft für Obdachlose die Nacht verbringen zu müssen, heißt, kaum Schlaf zu finden: Geräusche, Gerüche, Kommen und Gehen, auf seine Sachen aufpassen zu müssen, Streit aus dem Wege zu gehen. Diesen Stress hält nicht jeder aus, insofern ist es auch keine „bewusste Entscheidung auf der Straße zu schlafen“ sondern pure Not.

Die Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser hat dagegen einige praktische Vorschläge zur akuten Hilfe.

Wir brauchen keinen Alkohol oder Mitleid – wir brauchen Schlaf­säcke, Zelte, Socken, und wärmende Schuhe.Etwas Warmes braucht der Mensch.
Wenn ihr im Winter bei Obdach­losen wegschaut, können dadurch Menschen sterben.
Hand­wärmer aus der Apotheke retten Finger und Körper.
Machen Sie die Augen auf.
Offene Klei­der­ständer können Wärme spenden.
Menschen sind Menschen. Seht hin, die Kälte kann töten! Bitte helft!
Wenn ich sehe, dass ein Mensch friert, wird mir auch eine Möglich­keit einfallen um eine Form von Wärme zu schenken.
Menschen brauchen Wärme.
Helfen – jetzt und sofort.
KÄLTE OHNE HILFE ist Kälte OHNE WÄRME. Nur Kälte.
Ruft die 112, wenn ihr bemerkt, dass jemand hilflos ist.
Fragt euch: Was hilft direkt?
… Wärme, Suppe, Mull­binden, Hygie­ne­ar­tikel; eine freund­liche Nachfrage, ob jemand Hilfe möchte.
Lasst doch einmal eure Haus­ein­gänge aufge­schlossen.
www.wohnungslosentreffen.de

 

Frank Kruse, Jürgen Schneider, Stefan Schneider und andere

Wohnungslosentreffen 2018 – Aktuelles zur Selbstvertretung Wohnungsloser

In dem ergebnisoffenen Projekt Wohnungslosentreffen hat sich als zentrales Ziel der Aufbau einer Selbstvertretung wohnungsloser Menschen herauskristallisiert. Wohnungslose und ehemals wohnungslose Menschen, deren Lebensmittelpunkt die Straße, die Anlaufstelle oder die Einrichtung ist oder war, wurden erreicht und zur Mitwirkung motiviert. Es haben sich eigene Plattformen („Vollversammlung“ - Wohnungslosentreffen, Koordinierungstreffen im Frühjahr und Herbst) und weitere Kommunikations- und Netzwerkstrukturen (email-Verteiler, Internetforum) etabliert. Regionale und themenorientierte Gruppen sind am entstehen (z.B. Theatergruppe, Frauengruppe); hinzu kommen eine Vielzahl an Teilnahmen an Veranstaltungen, Aktionen und eigne Projekte und Initiativen.
Verschiedene methodische Konzepte und Elemente aus der klassischen Gruppenarbeit, dem Team-Building, dem Empowerment-Ansatz, dem Assistenz-Konzept der Behindertenhilfe, des Thinking Circle, des Community Organzing werden angewendet und wirken zusammen.

Im Workshop wird der aktuelle Stand des Projekts „Förderung von Teilhabe und Selbstorganisation wohnungsloser Menschen in Niedersachsen (Empowerment, Community Organizing, Sommercamps, Verstetigung)“ und die weiteren Planungen vorgestellt, und zwar sowohl vom Organisationsteam als auch von Teilnehmenden. Beleuchtet werden unter anderem die methodischen Elemente, die zur Anwendung kommen und die neuen und veränderten Anforderungen an die Wohnungslosenhilfe. Der Workshop bietet genügend Raum für Nachfragen und Diskussion.

Die Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser

- möchte aufmerksam machen auf Menschen, die von der akuten Kältewelle bedroht sind und
- bittet darum, die Mitmenschen, die bedrohter Lage sind zu unterstützen und
- hat ein paar Anregungen erarbeitet, wie das konkret aussehen kann:

  • Wir brauchen keinen Alkohol & Mitleid. Wir brauchen Schlafsäcke, Zelte, Socken und warme Schuhe!
  • Etwas Warmes braucht der Mensch.
  • Obdachlose: Wer im Winter wegschaut lässt sterben!
  • Handwärmer aus der Apotheke retten Finger & und Körper!
  • Machen Sie die Augen auf!
  • Offene Kleiderständer können Wärme spenden!
  • Menschen sind Menschen: Seht hin, die Kälte kann töten. Bitte helft!
  • Wenn ich sehe ein Mensch friert wird mir auch eine Möglichkeit einfallen, eine Form von Wärme zu schenken!
  • Menschen brauchen Wärme!
  • Helfen - jetzt sofort!
  • Kälte ohne Hilfe ist Kälte ohne Wärme. Nur Kälte!
  • Ruft die 112, wenn ihr denkt, dass jemand hilflos ist!
  • Was hilft direkt? Wärme Suppe Mullbinden Hygieneartikel und die freundliche Nachfrage, ob jemand Hilfe möchte!
  • Lasst mal eure Hauseingänge aufgeschlossen!

HelphomelessFreistatt, 01.03.2018

Aufgeschrieben auf dem Koordinierungstreffen der Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser vom 01.-04.03.2018 in Freistatt, Niedersachen von 30 akut wohnungslosen oder ehemals wohnungslosen Menschen aus Deutschland, Österreich und Kopenhagen und einigen Unterstützenden.

Schreiber: Norbert Brandt, Edewecht & Stefan Schneider, Berlin

siehe auch: https://wohnungslos.info/2018/03/aufruf-der-selbstvertretung-vereinigter-wohnungsloser-zur-winterhilfe/

- Arbeitsbesuch zur Vorbereitung in Herzogsägmühle, Bayern.

HZSM01Vom 13. bis zum 14. Februar 2018 war das Organisationsteam vom Projekt Wohnungslosentreffen, Frank Kruse, Janine Husmann, Jürgen Schneider und Stefan Schneider zu einem Arbeitsbesuch in Herzogsägmühle, Bayern.

Herzogsägmühle wurde 1894 als Arbeiterkolonie gegründet und ist heute eine soziale Einrichtung der Diakonie. Die Siedlung ist ein Ortsteil von Peiting im Landkreis Weilheim-Schongau etwa 80 km südwestlich von München. Träger ist der Verein Innere Mission München – Diakonie in München und Oberbayern.

Die Gruppe wurde begrüßt von Michl Schmid, dem Leiter des Bereich Berufliches Clearing und Tagesstruktur in Herzogsägmühle. Herzogsägmühle hat die Absicht, im Jahr 2019 – anlässlich des 125 jährigen Jubiläums der Einrichtung – das 4. Wohnungslosentreffen ausrichten.

Michl war bereits im Sommer 2017 Gast auf dem Wohnungslosentreffen in Freistatt und stellte dort kurz seine Einrichtung vor. Während der zwei Besuchstage ging es darum, Herzogsägmühle als Veranstaltungsort kennen zu lernen und anhand einer umfangreichen Checkliste zu klären, welche Voraussetzungen für die Durchführung eines großen Wohnungslosentreffens gegeben sind.

HZSM02Als zentraler Versammlungs- und Veranstaltungsort kann der 2009 erbaute Rainer-Endisch-Saal genutzt werden, der an einem Hang gelegen und von einem Teich umgeben ist. Gegenüber im Verwaltungsgebäude stehen weitere drei Gruppenarbeitsräume zur Verfügung sowie weitere Räumlichkeiten in anderen Häusern im Dorf. Etwa 200 Meter entfernt vom diesem Bereich kann auf der Wiese hinter dem Sportplatz gezeltet werden. In der kleinen Baracke am Ende des Sportplatzes könnten Menschen untergebracht werden, die nicht im Zelt übernachten können. Duschen und Toiletten wären in der neben dem Sportplatz gelegenen Turnhalle verfügbar. Als Zeitraum würde die erste Augusthälfte 2019 in Frage kommen.

In Herzogsägmühle gibt es einen Lebensmittelmarkt, ein Restaurant und eine Bushaltestelle mit regelmässigen Busverbindungen nach Peiting und Schongau. Ein Gästehaus wie in Freistatt existiert in Herzogsägmühle leider nicht. Ein flächendeckendes WLAN ist ebenfalls noch nicht vorhanden, soll aber im Verlauf des Jahres 2018 eingerichtet werden.

Die Hauptküche in Herzogsägmühle ist in der Lage, die Verpflegung im Verlauf der Woche bereitzustellen und auch die Essensausgabe zu gewährleisten. Der Fahrdienst von Herzogsägmühle ist in der Lage, eine Abholung von Peiting oder Schongau zu gewährleisten, in einzelnen Fällen auch von Augsburg oder München Flughafen.

HZSM03Insgesamt sind also gute Voraussetzungen dafür gegeben, dass 2019 das 4. Wohnungslosentreffen in Herzogsägmühle durchzuführen. Aufgrund der geografischen Lage des Standortes ist damit zu rechnen, dass verstärkt Menschen aus dem südlichen deutschsprachigen Raum Interesse an einer Teilnahme bekunden werden – und dass einigen anderen Menschen aus dem nördlichen Raum die Anreise ggf. zu weit sein wird.

Das Treffen wird mit Verpflegung, Reisekostenerstattung, Koordinierungskosten, Referenten- und Künstlerhonorare usw. mehrere zehntausend Euro kosten. Diese Gelder zu beantragen und bewilligt zu bekommen, wird eine der Hauptaufgaben des Jahres 2018 sein. V

Verabredet ist, dass Michl Schmid zusammen mit einer kleinen Gruppe am 3. Wohnungslosentreffen 2018 als Beobachter teilnehmen wird, um zu verstehen, an was alles gedacht werden muss, wenn es darum geht, ein Wohnungslosentreffen vorzubereiten und durchzuführen.

Unser Fazit: Herzogsägmühle ist ein hervorragender, gut organisierter Ort für ein Wohnungslosentreffen. Insbesondere der moderne Rainer-Endisch-Saal mit seiner offenen, lichtdurchfluteten Architektur bietet beste Voraussetzungen für eine positive, kreative Arbeitsatmosphäre. Die noch offenen Fragen können sicherlich bis 2019 gemeinschaftlich geklärt werden.

Stefan Schneider, Koordinator

Weblinks:

 

2017 Lothar Hirsch, Limburg - Foto von Norbert BrandtEinen langen Baumes Wurzel bist du gewesen.
Einen hohen Berges Stein warst du.
Nun geh zu deinen Baum und zu deinem Berg zurück.

In stiller Trauer nehmen wir Abschied von

Lothar Hirsch, Limburg

geboren am 03.02.1948
verstorben am 14.01.2018

Lothar wird am 02.02.2018 um 12.00 Uhr auf dem Rasenfriedhof von Dachsenhausen  beigesetzt.


Dazu erhielten wir Post aus Limburg:

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu unserem Bedauern teilen wir Ihnen mit, dass Lothar Hirsch am 15.01.2018 nach kurzer und schwerer Krankheit verstorben ist.

Herr Hirsch hat im vergangenen Jahr am Wohnungslosentreffen in Freistatt teilgenommen und hat sowohl uns MitarbeiterInnen als auch den wohnungslosen Menschen in der kommunalen Notunterkunft in Limburg begeistert davon berichtet. Er sprach oft davon und stand auch mit anderen TeilnehmerInnen des Treffens in Kontakt. Daher bitten wir Sie darum, die Nachricht von seinem Ableben entsprechend weiterzugeben. Vielen Dank.

Freundliche Grüße

Michael F.

Walter-Adlhoch-Haus
Eisenbahnstraße 3-4
65549 Limburg


Ein Zeitungsbericht, in dem Lothar erwähnt wird:

Die Würde kehrt ins Leben zurück


Karsten (Mainz) schreibt:

Au das tut weh.
Ich hatte mich sehr schnell mit Lothar angefreundet.
Beim Lagerfeuer sassen wir beisammen und quatschten über alles.
Er kam aus Aachen ich war in der nähe als Soldat stationiert. Gegenseitige Heimatkunde.
Ich hätte auch nie gedacht, dass wir den gleichen Musikgeschmack haben. Er erzählte mir viel aus seinem
Leben und das er sehr krank sei.
Zwischen den Jahren habe ich nochmal eine Mail geschickt, wünschte ihm gute Besserung und dass wir uns 2018 in Freistatt wiedersehen.
Nun wird es kein wiedersehen geben.
Gute Reise Lothar.

Karsten

K

Für den Preis „Botschafter für Demokratie und Toleranz“ möchten wir die Initiative

„Selbstvertretung Vereinter Wohnungloser“

vorschlagen.

Die Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser beschreibt sich wie folgt:

Wir sind die Plattform der Selbstvertretung wohnungsloser und ehemals wohnungsloser Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben. Wir engagieren uns für eine bessere Welt, die Überwindung von Armut, Ausgrenzung, Missbrauch, Entrechtung und Wohnungslosigkeit sowie für die Verbesserung konkreter Lebenssituationen: Alles verändert sich, wenn wir es verändern!

Wir sind unterschiedlich und vielfältig. Wir sind Gruppen, Vereine, Einzelpersonen, Projekte, Initiativen, Unterstützende und Gleichgesinnte. Wir vernetzen uns und arbeiten auf Basis selbstbestimmter Regeln zusammen.

Weitere Informationen über die Selbstvertretung sind auf der Webseite www.wohnungslosentreffen.de zu finden.

Hintergrund:

Die Initiative „Selbstvertretung Vereinter Wohnungloser“ ist ein zentrales Ergebnis des Projekts „Förderung von Teilhabe und Selbstorganisation wohnungsloser Menschen in Niedersachsen (Empowerment, Community Organizing, Sommercamps, Verstetigung)“. Das dreijährige Projekt wird durchgeführt vom Fachbereich Wohnunglosenhilfe der Stiftung Bethel im Norden am Standort Freistatt. Es richtet sich an wohnungslose und ehemals wohnunglose Menschen in Niedersachsen, ganz Deutschland und darüber hinaus. Es wird von der Aktion Mensch und dem Diakonischen Werk Niedersachsen und der Stiftung Bethel im Norden gefördert. Das Projekt startete im Frühjahr 2016 und läuft noch bis zum Februar 2019.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass es gelingen wird, die Initiative „Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser“ über den Förderzeitraum hinaus fortzuführen und zu verstetigen.

Wir schlagen die Initiative „Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser“ deshalb als Botschafter für Demokratie und Toleranz vor, weil wohnungslose und ehemals wohnungslose Menschen

  • sich deutschlandweit (und darüber hinaus) zusammen finden und organisieren,
  • gemeinschaftliche und solidarische Strukturen aufbauen (thematische und regionale Gruppen),
  • ihre eigenen Bedürfnisse und Anliegen formulieren und zur Sprache bringen,
  • sich gemeinsam in Politik und Gesellschaft zu Wort melden (Lobbyarbeit in eigener Sache).

Alles das ist bei weitem keine Selbstverständlichkeit.

Wir als Organisationsteam glauben, dass eine Auszeichnung mit dem Preis „Botschafter für Demokratie und Toleranz“ für die Initiative „Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser“ eine Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit der Gruppe sein kann und zugleich ein Ansporn für die weitere Arbeit.

Frank Kruse, Janine Husmann, Jürgen Schneider, Dr. Stefan Schneider
- für das Organisationsteam -

Die kommenden Tage am Jahresende sind Feiertage. Feiertage sind gerade für Menschen auf der Straße eine schwierige Zeit. Fast alle Geschäfte haben geschlossen, deutlich weniger Menschen, die man um Geld bitten könnte, sind unterwegs. Die, die Geld haben, nutzen oft die Zeit für einen Kurzurlaub oder verschanzen sich in ihren Wohnungen oder in ihren Häusern, abgeschottet hinter Zäunen, Hecken und blickdichten Vorhängen. Wer einsam ist, wird sich in diesen Tagen besonders einsam fühlen, wer sich verlassen fühlt, wird sich besonders verlassen fühlen. Die ganzen Feiern für Obdachlose der vergangenen Wochen sind vorbei, und fast scheint es so, als wären diese Feiern nur deshalb veranstaltet worden, um ein Alibi dafür zu haben, sich während der Feiertage aus dem Staub machen zu können.

Altdorfer Heilige NachtDie Feiertage gibt es, weil die christlichen Religionen ein wichtiges Fest feiern. Bei diesem Fest geht es um die seltsame Story, dass in der Gegend von Palästina eine Frau namens Maria schwanger ist. Es ist nicht ganz klar, von wem. Ihr Verlobter Josef aus einer Ortschaft namens Nazareth muß wegen einer behördlichen Anordnung in seine Heimatstadt Bethlehem reisen und nimmt seine hochschwangere Frau mit. Angeblich finden sie dort keine Unterkunft, so dass sie das Kind, das dort geboren wird, windeln und in einen Futterbehälter für Tiere legen müssen. So hat es ein Mann namens Lukas einige Jahrzehnte nach den Ereignissen, die um die Zeitenwende spielen, aufgeschrieben. (Lk 2,7 EU).

Die Geschichte ist wahrscheinlich Fake News. Lukas will damit klar machen, dass eine Vorhersage der jüdischen Religion in Erfüllung gegangen ist. Ein Autor namens Micha sagt, dass ein kommender regionaler Anführer aus der Ortschaft Bethlehem hervorgehen soll (Mi 5,1 EU). Also muss die Geschichte irgendwie dorthin verlagert werden. Später tingelt dieser Jesus wie viele andere in jener Zeit auch als Wanderprediger durch die Gegend und wird gefoltert und ermordet. Aber das ahnt damals noch niemand.

Der Maler Albrecht Altdorfer hat im Jahr 1511 davon inspiriert dieses Bild gemalt. Es zeigt, wie er sich die von Lukus erzählte Geschichte vorstellt. Die Famlie drückt sich in mondklarer und wahrscheinlich kalter Nacht in einem verfallenen, einsturzgefährdeten Gebäude herum. Sie sind in einer menschenunwürdigen Situation, ihnen fehlt es am Nötigsten. Es gibt keinen geschützen Raum, keinen wärmenden Kamin, kein weiches Bett, keinen Tisch, keinen Stuhl, keine Decken, keine Nahrung. Es fehlt ihnen an allem.

Bei dem Projekt Wohnungslosentreffen geht es genau um Menschen, die keine Wohnung, kein Zuhause haben oder hatten, denen es am Nötigsten fehlt. Einige, die bei uns mitmachen, sind in diesen Tagen in genau dieser Situation: Irgendwo draußen in Hamburg, Frankfurt, Berlin und anderen Orten. Sie haben keinen Ort, der ihr eigener ist. Sie sind in einer menschenunwürdigen Situation, ihnen fehlt es am Nötigsten. Sie haben keinen geschützen Raum, keinen wärmenden Kamin, kein weiches Bett, keinen Tisch, keinen Stuhl, keine Decken, keine Nahrung. Es fehlt ihnen an allem.

Obwohl wir in den vergangenen Monaten gemeinsam viel auf die Beine stellen konnten, haben wir auf diese zentralen Fragen letztlich noch keine zufrieden stellende Antwort finden können. Und trotzdem hat sich etwas ganz Entscheidendes verändert: Wir haben bei unseren Treffen eine gute Gemeinschaft bilden können. Diese Erfahrung kann uns niemand mehr wegnehmen und alle, die dabei waren, haben vielleicht ein kleines bisschen doch die Gewissheit, in diesen Tagen nicht ganz alleine zu sein. Wenn wir auch sonst nicht viel haben, können wir vielleicht diese Hoffnung miteinander teilen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch frohe Feiertage und ein gutes neues Jahr 2018

Stefan Schneider

PS: Wer uns erzählen möchte, wie er oder sie die Feiertage und den Jahreswechsel verbringt, kann gerne einen kurzen Text und/ oder ein Foto schicken an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.  Ich werde das hier unterhalb dieses Textes veröffentlichen und auf diese Weise können wir miteinander verbunden sein - bis zu unserem nächsten Treffen.


Werner (Berlin):

Allen Freunden, allen Menschen die mir nahe stehen, insbesondere die Teilnehmer der Selbstbestimmten Vereinten Wohnungslosen. Mögen sich alle Projekte realisieren.Ich wünsche uns Aĺlen die Kraft und Ausdauer auf dem Weg zur Selbstbestimmung.Liebe Grüße Werner Franke.


Matthias WagnerMatthias (Konstanz):

Ein Tag vor Heiligabend (Foto)
Frohe Weihnachten 
Wir sind in Konstanz es schneit und Land unter alles gut Matthias und Perro 
 

Hasso (Hannover):

Ein wunderschönes und gesundes Weihnachtsfest, ein erfolgreiches neues Jahr das wir mit unseren Projekt vorankommen. 
 
Gruss Hasso
Peter & Hwayda (Altenkirchen):
Danke, wünschen wir  auch.
Hwayda + Peter

Karsten (Mainz):

Ja geil. Bin bei Lars - Gitarrero von Pension Schizzo. Der Termin auf dem Sommercamp geht in Ordnung. Wir freuen uns.
Frohe Weihnachten und ein gesundes 2018..
Helau aus Mainz
Karsten und Pension Schizzo

Hans-Dieter (Freistatt):

Guten Tag und ein schönes gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes erfolgreiches 2018 !
 

MIke (Waldbröl):
 
Das wünsche ich auch allen.

Burkhard (Hannover):
 
Frohes Neues - Guten Rutsch - WILLKOMMEN, IN 2018. Gruss, Burkhard
 

André (Freistatt):
 
Das wünsche ich auch 

Markus (Neumünster):
 
2017 Markus in der Isolierzelle by KarstenAm letzten Tag des Jahres sende ich euch herzliche Grüße aus Neumünster.

Weihnachten ist für mich weniger Feierlaune, und mehr eine Zeit des Wundenleckens. Es herrscht Regenstimmung in mir, so wie es jetzt gerade draußen regnet (ich sehe durch mein Fenster).
Ein Kunstwerk von Joseph Beuys hat mich, als ich noch ein Jugendlicher war, besonders beeindruckt: "Show your wound = Zeige deine Wunde". Der Titel hat mich bis heute immer wieder beschäftigt, und ich fühle mich immer noch betroffen durch diesen Aufruf.
 
Ich wünsche uns und euch, dass wir lernen, uns unsere Verwundungen zu zeigen und so durch mehr Verständnis und Verständigung zu einem besseren Miteinander kommen.
 
Markus aus Neumünster
 

Rea, Ines, Laurene, Robin und Christian (Potsdam)
 
Hallo ihr Lieben,

und auf ein Neues müssen wir uns wieder umgewöhnen, wenn wir aufgefordert werden ein Datum festzuhalten. Die Umstellung in den ersten Wochen 2018 anstatt wie gewohnt 2017 zu schreiben. Wer kennt es nicht?!
Das Jahr ging mal wieder schneller rum als gedacht und hatte sehr wahrscheinlich auch etwas für einen jeden von euch parat, womit wir alle nicht gerechnet hätten. Dennoch hoffen wir, das ihr auf ein Jahr zurück schauen könnt, in dem sich vieles für euch weiterentwickelt hat und das viele tolle Ereignisse für euch parat gehalten hat. Das war es dann wohl, das Jahr 2017 mit all seinen Ecken, Kanten und Rundungen.

Mit diesem reuelosen und frreudigen Blick auf das Jahr 2017 wollen wir nun auch nach vorne schauen auf das Jahr 2018. 
Wir wünchen euch ein frohes Jahr 2018 und hoffen ihr hattet einen guten Start. Möge das kommende Jahr viel Gesundheit und Vitalität, einige wilden, abgefahrenen Abenteuer und zahlreiche positive Geschichten für uns alle bereit halten. 
Wir freuen uns auf das Jahr 2018 und die gemeinsame Zusammenarbeit mit euch. 

Liebe Grüße aus Berlin und allen anderen Teilen dieser Erde
Rea, Ines, Laurene, Robin und Christian

Dirk (Freistatt)

Hi, in diesem Jahr ist für mich das Weihnachtsfest & der Jahreswechsel anders verlaufen als in den zurückliegenden Jahren.

Ich hatte diesmal das Gefühl von Gemeinschaft & Wohlfühlsein, denn anders als in den Jahren davor war ich nicht alleine.

Hier in Freistatt wurde von Seitens der Wohnungslosenhilfe eine richtig schöne Feier ausgerichtet mit allem was dazu gehört ...um 22 Uhr fand dann noch in der Moorkirche die traditionelle " Christmette " statt.
In den darauf folgenden Tagen verbrachte ich die Zeit mit div. Mitbewohner mit gemütliche Spiele & Koch Abende.....an Silvester erst um 18 Uhr der Jahresabschluss Gottesdienst & anschließend verbrachte ich die Zeit für mich alleine und verbrachte chillig die Zeit vor dem TV.


 

 

Gemeinsames Ergebnisprotokoll vom Treffen der Meilenstein – AGs, Freistatt, 12.-15.12.2017

Meilenstein AG‘s

  1. Vorbereitung WLT 2018
  2. Finanzierung
  3. Kommunikation

1. Anwesende

Angela, Wilhelmshaven; Christof, Freistatt, Corinna, Pforzheim; Dirk, Freistatt; Hanne-Lore, Lüneburg; Hasso, Hannover; Hari, Freistatt, Hwayda, Altenkirchen; Janina, Berlin; Freistatt; Jürgen, ANW (Orga-Team), Markus, Neumünster; Mike, Waldbröl, Norbert, Edewecht; Olaf, Hamburg; Peter, Altenkirchen; Regina, Wien; Stephan, Hamburg; Susi, Nürnberg; Volker, Hamburg; Werner, Berlin, Stefan, Berlin (Orga-Team; Frank Kruse, Freistatt (Orga-Team)

Entschuldigt: Marcus, Hannover; Annette, Hannover; Michael, Berlin

2. Berichte

  • Hanne-Lore berichtet über ein Angebot zum Kauf von Containern. Diese sind allerdings schon verkauft
  • Werner, Berlin will in Berlin Stadtführungen anbieten über den Verein „Quer-Stadt-Ein“ aus der Perspektive armer Menschen
  • Hasso berichtet, dass es in Hannover ein vergleichbares Projekt gibt, Hannover von unten
  • Jürgen berichtet, dass von der ZBS Niedersachsen eine Ausstellung geplant ist, in der Platten (Schlafplätze im Freien von Obdachlosen) fotografiert werden sollen. Er kritisiert das. In der Diskussion wird vorgeschlagen, dass zu dokumentarischen Zwecken ein solcher Schlafplatz nachgestellt werden könnte.
  • Norbert berichtet, dass sein Rucksack-Schulprojekt (Ein Leben auf der Straße mit Rucksack) neu gestartet werden soll.
  • Angela von der Frauengruppe berichtet, dass der Antrag für den Tag der obdachlosen Frauen am 21.12. jedes Jahres von der UNO angenommen wurde und im August kommenden Jahres entschieden wird.
    Die Unterschriftensammlung dazu wird weiter geführt.
  • Christof berichtet über den Messestand der Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser bei der Messe Reiselust in Bremen. Bei der Messe Draussen ist das Projekt angemeldet, bei der Bauen und Wohnen vorgemerkt.

3. Arbeitspapier: Struktur Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser

Frank, Jürgen und Stefan (Orga-Team) stellen ihren Entwurf: Struktur Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser vor. In der Diskussion gibt es folgende Kritikpunkte:

  • Punkt 1.1. Sammelbecken ist kein gutes Wort. Entweder streichen oder Ersatzbegriff finden
  • Punkt 1.3. und 1.4. Zusammensetzung muss noch geklärt werden, ebenso das Verhältnis von Betroffenen / Nicht Betroffen und der Proporz der Teilnehmenden
    Frage: Ist das gesamte Sommercamp die Vollversammlung bzw. wie ist die Vollversammlung auf dem Sommercamp organisiert
  • Punkt 2.3. Was bedeutet „grundsätzliche Entscheidungen“
  • Punkt 2.5. Selbstverständlich ist die Vollversammlung öffentlich.

Verabredet wird:

  1. Frank, Jürgen und Stefan sollen das Papier auf der Grundlage der Debatte überarbeiten,
  2. Das überarbeitete Arbeitspapier wird unter den Projektbeteiligten verteilt,  Rückmeldungen dazu werden an Stefan geschickt;
  3. Die Rückmeldungen werden an die Projektbeteiligten versendet.
  4. Der überarbeitete Entwurf des Papiers wird auf dem Koordinierungstreffen vom 01.-03.03.2018 erneut beraten.

4. Meilenstein – Arbeitsgruppen

Gebildet wurden die drei Meilensteinarbeitsgruppen

  1. Vorbereitung des WLT 2018
  2. Finanzierung
  3. Kommunikation

5. Ergebnisse der Meilenstein-Arbeitsgruppe Kommunikation

(siehe Präsentation)

Medium  Funktion

Telefon

Notfall,
Private Kommunikation
Webseite Öffentliche Termine,
Bekanntmachungen
Kontaktdaten
Gruppe Forum
Diskussionen;
AG übergreifende Themen
Email Interne Termine,
Emailverteiler für die Arbeitsgruppen
arbeitsgruppeninterne Diskussion
Newsletter  
Analoge Kommunikation Auswärtige Einrichtungen
Analoger Newsletter
Bahnhofsmission, Tagestreffs
Besuchsreise m Projekte, Einrichtungen und Menschen zu besuchen,
Kirchentag, Messen, Tagungen und Seminare


Christof: Das Thema ist sehr allgemein, die Gruppe, die sich darum kümmern soll, benötigt klare Aufträge und Fristen!

6. Ergebnisse der Meilenstein-Gruppe Vorbereitung WLT 2018

Die Meilensteingruppe verabredet folgenden Zeit- und Arbeitsplan

  1. Ein Email-Verteiler wird eingerichtet (erledigt)
  2. Der Termin vom Wohnungslosentreffen 2018 ist von Sonntag, 22.07.2018 – Sonntag, 29.07.2018 in Freistatt. (Der falsche Termin auf der Homepage ist bereits korrigiert.)
  3. Das Programm wird im Januar und Februar 2018 von der Programmgruppe erarbeitet und zum Koordinierungstreffen Anfang März 2018 vorgestellt.
  4. Anfang Januar 2018 wird ein Aufruf an wohnungslose Menschen oder Gruppen verbreitet, eigene Programmbeiträge anzubieten. Den Entwurf dazu will Volker schreiben. Bis zum Koordinierungstreffen können Angebote eingereicht werden.
  5. Das endgültige vorläufige Programm wird auf dem Koordinierungstreffen Anfang März 2018 festgelegt.
  6. Anschließend erfolgen die Einladungen an die Teilnehmenden; weitere organisatorische Fragen wie Helfer, 1. Hilfe Kurs und soziale Begleitung und Assistenz werden ebenso geklärt.

Die Programmgruppe hat eine grobe Skizze des Wochenablaufs erstellt. Zentrale Ideen sind:

  • Kurzes Plenum am Anfang und am Ende des Tages.
  • Platz für die Vollversammlungen an mehreren Tagen am Vormittag. Zu klären ist, was genau auf den Vollversammlungen gemacht werden soll: Stichworte dazu sind
    - Vorstellung des Projekts Wohnungslosentreffen und der bisher erreichten Ergebnisse
    - Vorstellung einer Charta (soweit bis dahin vorhanden)
    - Vorstellung der bisherigen Überlegungen zur Struktur (Vollversammlung, Koordinierungstreffen, Geschäftstelle)
    - Vorstellung der Planungen zur Finanzierung
    - Inhalte: Ist-Zustand feststellen; Probleme beschreiben, Wie sollte es sein! (Zielsetzung)
    - Planungen, Vorhaben, Verabredungen für das kommende Jahr

Folgende Menschen sollen angefragt werden zur Teilnahme

  • Rolling Stones (Stefan)
  • Haudegen (Dirk)
  • Frank Zander (Werner)
  • Büttners Best Choice (Stefan)
  • Pension Schizzo (Karsten)
  • Andrea Brumann - Trauma – Therapie (Stefan)
  • Holger Blank (Werner)
  • Tim Mälzer (Frank über den Koch der Jugendwerkstatt)
  • Dietrich von Bodelschwingh (Frank)
  • Theaterwerkstatt Bielefeld (Stefan)
  • Lagerfeuer Martin Krauß (Stefan)
  • Blaues Kreuz (Peter)
  • Abseits-Chor (Jürgen)
  • Tanja Kruse – Wie stehe ich denn da? (Stefan)
  • Tacheles – Frank Jäger (grundsätzliche Anfrage Frank)
  • Prof. Ingmar Steinhart, Vorstand Bethel prüfen
  • Prof. Gerhard Trabert, Mainz (AG Gesundheit)(Ärztliche Versorgung sowie Vorstellung seiner Projekte)(Jürgen)

In der Diskussion wurde darauf hingewiesen, dass das Einladen von Prominenten nur dann Sinn macht, wenn auf dem Wohnungslosentreffen auch Inhalte erarbeitet werden, die eine politische Botschaft haben.
Weitere Punkte aus der Arbeitsgruppe:

  • Wohnungslosenhilfeeinrichtungen einladen – klären welche?
  • Organisationen einaden (z.B. Tafel)
  • potentielle Geldgeber einladen
  • Aktion Mensch einladen
  • Klärung des Fotografieren

7. Vorstellung der Ergebnisse der Finanzierungsgruppe

Die AG Finanzierung schlägt ein zweigleisiges Modell zur Gewährleistung der Finanzierung vor.
Zum einen soll ein gemeinnütziger Organisationsverein gegründet werden. Angefragt als Mitglieder zur Gründung sollen werden über Bethel hinaus Einrichtungen, die die Idee einer Selbstvertretung Wohnungsloser unterstützen wollen. Schon jetzt gibt es einige Einrichtungen, die das Projekt unterstützen.
Der Organisationsverein könnte Mitgliedsbeiträge erheben und Förderanträge stellen. Er wäre ausserdem zuständig für die Einrichtung und den Betrieb der Geschäftsstelle.
Wohnungslose und ehemals wohnungslose Menschen sollen über einen Beirat ihre Interessen einbringen.
Zum anderen soll ein Förderverein gegründet werden. Der Förderverein hat die Aufgabe, Gelder einzuwerben und der Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser oder Gruppen und Initiativen, die daraus entstehen, zur Verfügung zu stellen.
In gemeinsamer Runde wurde das Modell diskutiert und folgendes verabredet:

  1. Es wird ein email-Verteiler eingerichtet für die Leute, die einen Förderverein gründen wollen. Bisher haben sich gemeldet: Angela, Hanne-Lore, Hasso, Werner, Regina, Frank, Stephan.
  2. Frank besorgt eine Mustersatzung und stellt diese zur weiteren Abstimmung der Gruppe zur Verfügung
  3. Die Gruppe spricht weitere Menschen an zur Mitarbeit beim Förderverein.
  4. Die Vereinsgründung soll zu Beginn des Koordinierungstreffens am 01.03.2018

8. sonstiges

  • Marcus (Hannover) macht einmal wöchentlich am Donnerstag zwischen 15:00 und 16:00 Uhr eine Radiosendung. In einer Live-Schaltung haben wir kurz per Telefon mit ihm gesprochen.
  • Markus (Frankfurt) hat einen Fragebogen entwickelt für Teilnehmer am Wohnungslosentreffen. Dieser Fragebogen wurde ausgedruckt und verteilt.

Protokoll erarbeitet in gemeinsamer offener Runde am
Donnerstag, 14.12.2018, 19:20 – 20:30 Uhr
Protokoll: Stefan Schneider

Anlagen:

  • Arbeitspapier: Struktur Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser
  • Fotoprotokoll Programmgruppe WLT 2018 – Wochenstruktur-Grobraster
  • Fragebogen Markus Holzbauermann

Arbeitspapier: Struktur Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser (Entwurf)

- prüfen, korrigieren, ergänzen vervollständigen -

Einreicher: Frank Kruse, Jürgen Schneider und Stefan Schneider, Stand 06.11.2017

  • 1. Beratung: Treffen der Arbeitsgruppen, 12.-15.12.2017
  • gegebenenfalls 2. Beratung: Koordinierungstreffen 01.-04.03.2018, Freistatt
  • gegebenenfalls 3. Beratung & ggf. Beschlussfassung: Vollversammlung Wohnungslosentreffen / Sommercamp 2018

Ziel: schriftlich festhalten, was der bisherige Stand der Praxis und der Ideen zur Struktur der Gruppe Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser ist. Grundlage sind die Diskussionen und Protokolle aus dem bisherigen Projektverlauf.

1. Zusammensetzung

  1. Die Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser ist ein Sammelbecken und ein Netzwerk für Gruppen, Vereine, Einzelpersonen, Projekte, Initiativen, Unterstützende und Gleichgesinnte.

  2. Die Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser bildet keine eigene Rechtskörperschaft.

  3. Die Vollversammlung ist zahlenmässig durch das jeweils zur Verfügung stehende Budget bzw. durch die Kapazitäten des Veranstaltungsortes begrenzt. Innerhalb dieses Rahmens sollen etwa 70 Prozent der Plätze den Mitwirkenden Gruppen Projekten Initiativen und Einzelpersonen vorbehalten sein. Die verbleibenden 30 % der Plätze sind für spontane Anmelder und neue Teilnehmende reserviert.

  4. Bei der Vollversammlung ist auf eine regionale, thematische, gender- und altersgerechte Verteilung und eine internationale Beteiligung zu achten.

2. Vollversammlung

  1. Das Zentrum ist die Vollversammlung. Das sind die jährlich stattfindenden Wohnungslosentreffen in Form von Sommercamps.

  2. Die Vollversammlung findet jährlich in Form eines Sommercamps statt. Es muss hinreichend Zeit zum Kennenlernen, Austausch, gegenseitiges Informieren, Entwicklung von Positionen gegeben sein.

  3. Die Vollversammlung trifft grundsätzliche Entscheidungen.

  4. Die Vollversammlung tagt grundsätzlich im Plenum. Das Plenum wird (nach Möglichkeit extern) moderiert. Ergebnisse werden protokolliert.

  5. Öffentlichkeit der Vollversammlung

  6. Die Vollversammlung entwickelt eine Charta. Die Charta beschreibt die Grundlagen der gemeinsamen Zusammenarbeit und beschreibt, wer dazu gehört, wer nicht dazu gehört und beschreibt Grundsätze Verhalten, Respekt, Verbindlichkeit (10 Goldene Prinzipien – wie gehen wir miteinander um). Aber das reicht noch nicht.

  7. Die Vollversammlung kann zu allen Fragen Grundsatzpositionen, Stellungnahmen, Resolutionen erarbeiten und verabschieden.

  8. Die Vollversammlung kann Aktionen, Projekte und Kampagnen anregen.

  9. Vollversammlung und Gäste noch klären …..

  10. Die Vollversammlung kann Arbeitsgruppen aller Art einsetzen.

  11. Die Vollversammlung kann Menschen aus ihrer Mitte mit konkreten Aufgaben beauftragen.
    Aufgaben können sein: # Ansprechpartner für Anfragen von Aussen

  12. Die Vollversammlung richtet Arbeitsgruppen ein, das können z.B. Gruppen für zeitlich begrenzte Projekte, aber auch Fachgruppen sein (z.B. Recht, Öffentlichkeitsarbeit, Politik, Vernetzungstechnik, Bauen und Wohnen)

  13. Die Vollversammlung bestimmt die Mitglieder des Beirats, der die Arbeit der Geschäftsstelle begleitet. (MERKPUNKT: könnte das Koordinierungstreffen sein, mit gesetzten Teilnehmern – Gruppen und Regionen / sowie mit gewählten Teilnehmenden)

  14. Die Vollversammlung endet mit einem gemeinsamen Ergebnisprotokoll. Das gemeinsame Ergebnisprotokoll wird in einer offenen Arbeitsgruppe vorbereitet und vom Pĺenum verabschiedet.

3. Geschäftsstelle

  1. Es gibt eine Geschäftsstelle.
  2. (Die Geschäftsstelle besteht im Moment aus Jürgen, Frank, Stefan, Janine)
  3. Die Geschäftsstelle gewährleistet den organisatorischen Rahmen der Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser.
  4. Die Geschäftsstelle der Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser benötigt eine öffentliche Finanzierung. Die Finanzierung muss mindestens abdecken:
    - die jährlichen Wohnungslosentreffen in Form von Sommercamps
    - die Koordinierungstreffen im Frühjahr und Herbst
    - die Arbeitsgruppentreffen
    - die Arbeit der Geschäftsstelle selbst
    - alle weiteren Sach- und Honorarkosten
  5. Zur Beantragung von Fördermitteln bedarf es einer gemeinnützigen Förderkörperschaft (zur Zeit geschieht dies über die Stiftung Bethel)

4. Berichts- und Informationsstrukturen

Zu klären: Wer berichtet an wen und wie wird es verteilt und veröffentlicht?

Soll in der Gruppe erarbeitet werden

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